Politik
16. Mai '12
Norbert Röttgen
tritt zurück
Bundesumweltminister Norbert Röttgen zieht die Konsequenzen aus seiner Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen. Die Wähler quittierten Röttgen sein Doppelspiel in Berlin und Düsseldorf. Der CDU-Politiker hatte bereits am Wahlabend sein Amt als CDU-Landeschef niedergelegt. Nun tritt Röttgen auch vom Amt des Umweltministers zurück, nachdem heftige Kritik aus den eigenen Reihen und von CSU-Parteichef Seehofer laut. In die Kritik kam Röttgen durch seine Pläne zur Kürzung der Solarförderung. Sein Nachfolger wird Peter Altmaier.
> Norbert Röttgen: Europas Berufung heute: Die Globalisierung muss europäisch werden
Gesellschaft
16. Mai '12
Johann G. Fichte:
250. Geburtstag
Pünktlich zum 250. Geburtstag des deutschen Philosophen Johann Gottlieb Fichte sind zwei Biographien erschienen: Wilhelm G. Jacobs' "Johann Gottlieb Fichte, Eine Biographie" und Manfred Kühns "Johann Gottlieb Fichte, Ein deutscher Philosoph". Der in Rammenau bei Bischofswerda geborene Fichte gilt mit seiner Theorie vom subjektiven Ich zurecht als einer der wichtigsten Vertreter des Deutschen Idealismus. Mit seinen "Reden an die Deutsche Nation" kritisierte er die napoleonische Besatzung und wurde zum Vordenker des nationalen Gedankens.
> Handelsstaat versus Globalisierung
Politik
27. April '12
Sensationelles Comeback
Lindner und die FDP
Mit 8,6% ist die NRW-FDP wieder in den Landtag des bevölkerungsreichsten Bundeslandes eingezogen. Die bisher 13-köpfige Fraktion bekommt Zuwachs, denn in der neuen Wahlperiode werden die Liberalen von 22 Abgeordneten vertreten. Wohin ein personengeführter Wahlkampf führt, hat neben Frau Kraft der ehemalige FDP-Generalsekretär und neue Hoffnungsträger Christian Lindner demonstriert. Die FDP, lange tot geglaubt, ist erstarkt.
> Christian Lindner im Gespräch mit der Tabula Rasa
Politik
10. Mai '12
Im Interview:
Petra Roth
Metropolen entscheiden über unser Überleben, dies ist die Kernthese der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth. Im Gespräch mit der Tabula Rasa erklärt die CDU-Politikern, die auch für das Amt des Bundespräsidenten in der Wulff-Nachfolge im Gespräch war, warum eine Reform des Föderalismus notwendig ist und welche Rolle dabei die Metropolregionen spielen. Roth will die Entscheidungsgewalt der Länderparlamente einschränken und die politische Stahlkraft der Ballungszentren fördern. Ihre Thesen formulierte die charismatische Politikerin in ihrem Buch "Aufstand der Städte, Metropolen entscheiden über unser Überleben".
> Metropolen entscheiden über unser Überleben
Kirche und Religion
12. Mai '12
Martin Mosebach: Die
Lourdes-Madonna
Meine erste Lourdes-Madonna habe ich als kleiner Junge im Haus von
Rheingauer Weinbauern gesehen; meine Eltern probierten unten in der Wohnküche
Wein, während mir die Tochter des Hauses, die so alt war wie ich, die Zimmer im
oberen Stockwerk zeigte. Das Schlafzimmer ihrer Eltern lag in feierlicher
kühler Erstarrtheit da, die Plumeaus waren enorm aufgeschüttelt, fest wie mit
Zement gefüllt, die Kopfkissen hatten einen scharfen Knick in der Mitte, der
ihnen zwei steife Hasenohren gab ...
> Martin Mosebach: Offenbarung in Gips: Die Lourdes-Madonna 
Buchbesprechungen
12. Mai '12
Ein Überfall auf
die Leserschaft
Literatur
und Laute für besinnliche Stunden offerieren die aktuellen Zeilen von Matthias
Zschokke nicht. Dafür passt der Text des in Berlin lebenden Schweizer Autors
einfach zu wenig in ein zur Muse animierendes literarisches Genre. "Lieber
Niels" ist die Veröffentlichung des E-Mail-Wechsels zweier exzessiver
Kommunikatoren und Lebensfreunde. Hinter dem titelgebenden Namen verbirgt sich
übrigens der Dramaturg, Kritiker und Publizist Niels Höpfner.
> Ein Überfall auf die Leserschaft
Kunst und Künstler
09. Mai '12
Renoir. Zwischen Bohème
und Bourgeoisie
Noch bis zum 12. August 2012 zeigt das Kunstmuseum Basel 50 Frühwerke
des gefeierten, aber gern auch auf das Klischee des "Maler des Glücks"
reduzierten Pierre-Auguste Renoir. Aber gerade seine frühe
Schaffensperiode ab dem Jahr 1864 - dem Jahr, in dem Renoir sich
erstmals mit einem Gemälde am offiziellen Salon beteiligen konnte -
offeriert künstlerisch herausragende und in seiner Vielschichtigkeit
überraschende Gemälde. "Die Epoche von etwa Mitte der 1860er- bis zum
Ende der 1870er-Jahre war in Frankreich von extremen sozialen,
politischen und künstlerischen Umbrüchen geprägt.
> Renoir. Zwischen Bohème und Bourgeoisie: Die frühen Jahre
Kunst und Künstler
09. Mai '12
José Saramago
Kain
"Wie alles haben auch die Wörter ihr Was, Wie und
Warum. Manche sind feierlich, sprechen uns mit pompösem Gehabe an, tun sich
wichtig, als wären sie für Großes bestimmt, und dann stellt sich heraus, dass
sie nicht mehr als ein leises Lüftchen waren, das keinen Mühlenflügel hätte in
Bewegung setzen können, andere, gewöhnliche, übliche, alltägliche haben am Ende
Folgen, die niemand vorauszusehen gewagt hätte, dafür waren sie nicht gemacht,
und doch haben sie die Welt erschüttert.", schreibt der Portugiesische
Literaturnobelpreisträger kurz vor seinem Tod.
> Heike Geilen: José Saramago Kain
Gesellschaft
08. Mai '12
Osama bin Laden und
der Schrecken des Terrors
Ein Jahr nach der Tötung des lange gesuchten Terrorchefs und Kopf von Al-Qaida, Osama bin Laden, konnten amerikanische Geheimdienste einen Terroranschlag vereiteln. Ein Selbstmordattentäter wollte sich mit einem Sprengsatz in einer Maschine auf dem Weg in die USA in die Luft sprengen. Seit der Tötung von bin Laden gibt es Befürchtungen, daß das Datum für Racheakte genutzt werden könnte.
> Auf der Suche nach einer terroristischen Persönlichkeit
Gesellschaft
08. Mai '12
Der "Club of Rome" und
die düsteren Prognosen
40 Jahre nachdem der erste Bericht des "Club of Rome" vorgelegt wurde, ist der Rome Reports "2052" erschienen. Die Wissenschaftler propezeihen einen drastischen Klimawandel mit gravierenden Umweltfolgen, einen geringen Anstieg des Bruttoinlandprodukts und der Volkswirtschaften. Allein die Entwicklungsländer können profitieren: hier nimmt die Armut bis 2052 ab. Insgesamt, so der Bericht, wird die Weltbevölkerung mit 8,1 Milliarden ihren Höhepunkt erreichen.
> Bestimmen Katastrophen unser Leben?
Kunst und Künstler
07. Mai '12
Mit Wotan ins
Wagnerjahr 2013
Für das Wagner-Jahr 2013 rüsten schon jetzt zahlreiche Bühnen der
Republik zum Nibelungenkampf. In Frankfurt ist der viel beachtete „Ring
des Nibelungen“ von Vera Nemirova in dieser Spielzeit vollendet worden,
in Mannheim und in München sind die Inszenierungen von Achim Freyer und
Andreas Kriegenburg bis zur „Walküre“ bzw in München auch bis zum
„Siegfried“ (Ende Mai) fortgeschritten.
> Mit Wotan ins Wagner-Jahr - Neuinszenierungen an Main, Rhein und Isar 
Kirche und Religion
07. Mai '12
"Kirche ist keine
Demokratie"
Seit jeher hat es die Politik mit innerweltlicher Macht zu tun. Und
Demokratie ist eine politische Form, die auf die Herrschaft der
Mehrheit, aber auch auf Machtkontrolle hinausläuft. Darin liegt der
Charme einer freiheitlichen Demokratie, die rechtlich verfaßt ist.
Unsere Verfassung kennt sogar Bestimmungen, denen eine
„Ewigkeitsgarantie“ zugesprochen wird, und die auch von noch so großen
Mehrheiten nicht liquidiert werden können.
> „Kirche ist keine Demokratie“
Gesellschaft
07. Mai '12
Wie man sich das
Sparen spart
Es muss ein anderes Volk gewesen sein, dessen Mund einmal so überging:
Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Das Eichhörnchen war
deutsches Nationalsymbol. Es sparte sich vom (Volks-)Mund ab, was es
besaß, um zu besitzen, wenn die Zeiten schlimmer werden. Heute macht
Deutschland sich als Sparkommissar Europas unbeliebt. Allein das Sparen,
das sie meinen, die Merkelmannen, hat mit dem Eichhörnchen von ehedem
nichts gemein.
> Wie man sich das Sparen spart
Hier hat unsere Redaktion allerlei Lesenswertes für Sie im Netz zusammengesucht:
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